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IBAM - Unternehmen und Leistungsspektrum

Im Mai 1996 wurde IBAM ursprünglich als "Institut für biochemische Analysen und Methodenentwicklung" in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Die Keimzelle von IBAM als spin-off der Universität Freiburg lag in der Sektion Neuropharmakologie, Leiter Prof. Dr. Thomas Feuerstein. Die Gründungsgesellschafter PD Dr. Peter-Andreas Löschmann, Prof. Dr. Thomas Feuerstein, PD Dr. Norbert Limberger und Dr. Rainer Knörle hatten ihre Wurzeln in der Humanmedizin (PL, TF), Pharmazie (NL) respektive Physikalischen Biochemie (RK). Die Gesellschafter haben damit ihr Knowhow und ihre Expertise aus der universitär-pharmakologischen Grundlagenforschung für Hersteller aus der Industrie auf dem freien Markt zugänglich gemacht. Zum Geschäftsführer wurde Dr. Rainer Knörle berufen neben seiner Tätigkeit als Leiter des Neurochemischen Labors in der Sektion Neuropharmakologie von Prof. Feuerstein. Erste Projekte wurden mit großindustriellen Auftraggebern wie Rhône Poulenc verwirklicht mit Messungen der Glutamat-Freisetzung aus Hirnschnitten unter Riluzole. Als erste Eigenentwicklung wurde ein neuartiges Meßverfahren etabliert und patentiert zur standardisierten chromatographischen Messung der Melanin-Affinität von Arzneimitteln und anderen Substanzen. Wichtige Projekte bildeten dabei die Bestimmung der Melanin-Bindung von Vigabatrin für die Fa. Aventis und von Entwicklungssubstanzen der Firmen Altana und Novartis.

Ab 1999 veränderte sich die Gesellschaft: Dr. Knörle beendete seine Tätigkeit an der Universität Freiburg und war seither vollzeitig als Geschäftsführer für IBAM tätig. PD Dr. Löschmann schied aus dem Unternehmen aus, nachdem er von der Universität Tübingen zum Pharmaunternehmen Wyeth als Medizinischer Direktor wechselte. Dr. Peter Schnierle kam vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie an der Universität Basel als neuer vollzeitiger Gesellschafter zu IBAM. Er trug maßgeblich zur Neuetablierung der quantitativen HPLC-Analytik von Aminosäuren und biogenen Aminen bei. Öffentliche Auftraggeber wie die Universitäten München, Leipzig, Straßburg und Freiburg nutzten IBAM jetzt zum qualifizierten Outsourcing dieser anspruchsvollen Analytik. Die Ergebnisse der Forschungen mit den Kooperationspartnern der Universitäten Freiburg und Straßburg führten zu gemeinsamen wissenschaftlichen Publikationen in Naunyn-Schmiedeberg's Archives of Pharmcology und European Neuropsychopharmacology zu Grundlagen der Antiepileptika- und Demenz-Forschung.

Seit 2001 entwickelte sich aus der Kooperation mit dem Bioscience Unternehmen Vivacell Deutschland eine Ausrichtung des Unternehmensschwerpunkts auf die Neuropharmakologie von Phytopharmaka. Für das Phytopharma-Unternehmen Pascoe Deutschland wurden erste Untersuchungen zur Wiederaufnahme-Hemmung von Hypericum (Johanneskraut) in Kombination mit Valeriana (Baldrian) und Passiflora (Passionsblume) durchgeführt. Im Rahmen der jahrelangen Zusammenarbeit wurden die Untersuchungsmethoden zunehmend spezifischer. Innerhalb der Kooperation erweiterte IBAM zunehmend das Methoden-Spektrum für die Auftragsforschung:

  • Messung der Wiederaufnahme von Neurotransmittern an Synaptosomen (isolierte Nervenendigungen), Hirnschnitten und Zell-Linien (Glia, Neurone, Tumorzellen) unter verschiedenen Substanzen mit Ermittlung der Dosis-Wirkungs-Kurven.
  • Messung der substanz-induzierten Freisetzung von Neurotransmittern aus Hirnschnitten mit radioaktiv-markierten Transmittern mittels Flüssig-Szintillation oder endogenen Transmittern mittels HPLC mit Ermittlung der Dosis-Wirkungs-Kurven.
  • Rezeptor-Bindungsstudien an Hirnschnitten, Synaptosomen und rekombinant exprimierten humanen Rezeptoren, z. B. der Serotonin-Rezeptoren 5-HT1A, 5-HT2A, 5-HT2C, Melatonin-Rezeptoren MT1, GABAA-Rezeptor-Subtypen.
  • Enzym-Assays mit aufgereinigten Enzymen in vitro oder Hirnpräparationen, z. B. Acetylcholin-Esterase, GABA-Transaminase, Dopamin-Beta-Hydroxylase.
Für namhafte Phytopharma-Unternehmen wurden zahlreiche Studien in Zusammenarbeit mit Vivacell Deutschland projektbezogen umgesetzt. Weiterhin wurden Neuropharmaka und Entwicklungssubstanzen für Pharma-Unternehmen wie Pfizer, Bayer Healthcare und Schwarz Pharma mit o.g. Verfahren untersucht. Das bekannte Schmerzmittel Thomapyrin des Unternehmens Boehringer Ingelheim wurde in mehreren Studien hinsichtlich der modulierenden Wirkung auf die Freisetzung und den Stoffwechsel von Monaminen an Rattenhirnschnitten untersucht.

Ende 2007 beendeten die Gesellschafter Prof. Dr. Thomas Feuerstein und PD Dr. Limberger ihre nebenberufliche Tätigkeit für die Gesellschaft. IBAM verlagerte 2008 den Firmensitz nach Denzlingen, um mit dem engen Kooperationspartner Vivacell Deutschland unter einem Dach die Synergien optimal zu nutzen.