Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel

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Enterisches Nervensystem
(Bauchhirn)


Verdauungs-
enzyme








Pflanzliche Lebensmittel und hier insbesondere die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe haben bekanntermaßen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Dieses ist seit Jahrhunderten bekannt, gewinnt aber vor allem in den letzten Jahren auch eine marktwirtschaftliche Bedeutung. Die Gesundheitsförderung liegt in der Bioaktivität dieser Inhaltsstoffe begründet. Erste Studien belegen, dass Extrakte von Pflanzen wie z.B. Lein, Hagebutte, Sanddorn, Holunder oder Brennnessel und deren sekundäre Inhaltsstoffe wie z.B. Gerbstoffe, Saponine und Flavonoide ein großes Potential haben, vorbeugend gegen viele Zivilisationskrankheiten (z.B. metabolisches Syndrom, Herz-Kreislauf-Erkrankungen), die in den westlichen Industrieländern vorherrschen, eingesetzt werden können.

Bisher sind erst rund 5% der weltweit bekannten Pflanzen auf  sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und deren physiologische Wirkung hin untersucht worden. In vielen Nahrungsergänzungsmitteln sind diese sekundären Pflanzenstoffe für die menschliche Ernährung angereichert.

Die Wirkungen dieser pflanzlichen Inhaltsstoffe können zum einen durch eine direkte Interaktion mit den Verdauungsenzymen bedingt sein. Solche Interaktionen sind z.B. für Mateextrakte bekannt.

Eine andere Ursache der positiven Effekte auf die Gesundheit liegt in einer Wechselwirkung der bioaktiven Pflanzenstoffe mit den Neuronen des enterischen Nervensystems (Bauchhirn).  Durch agonistische oder antagonistische Bindungen an den jeweiligen Rezeptoren können so physiologische Wirkungen ausgelöst werden.




Martins F et al., Mate Tea inhibits in vitro pancreatic lipase activity and has hypolipidemic effect on high-fat diet-induced obese mice. Obesity 18, 42-47, 2010.
Kaszaki J et al., Kynurenines and intestinal neurotransmission: the role of N-methyl-D-aspartate receptors. J. Neural. Transm., May 2011.